Service-Navigation

Suchfunktion

Pflanzliche Märkte

Ansprechpartner
Aktuelle Preise KW 34/19

(Baden-Württemberg)
 

Brotweizen
150
€/t
Braugerste
182
€/t
Futtergerste
140
€/t
Körnermais
155
€/t
Raps
355
€/t

Quelle: LBV

Marktblick

 


 

Weizenkurse unbeeindruckt von der Trockenheit

Die deutsche Ernte fällt zwar deutlich besser aus als 2018, aber nach der Julischätzung des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV) schwächer als zunächst gedacht. Insgesamt 46,5 Mio. t Getreide (einschl. Mais) sollen es werden. Im Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2017 waren es 48 Mio. t. Allerdings ist festzuhalten, dass die Druschergebnisse im Süden bei Gerste oft gut, bei Weizen nach ersten Beobachtungen eher durchwachsen aber in Summe durchschnittlich zu sein scheinen. Probleme mit Trockenheit gab es teilweise in Norden und insbesondere im Osten Deutschlands, wo in vielen Fällen nur unterdurchschnittliche Erträge zu verzeichnen waren. Dennoch bewegen sich derzeit sowohl die Kurse an der MATIF als auch die Erzeugerpreise auf eher enttäuschendem Niveau mehr oder weniger seitwärts. Mancherorts führt der Erntedruck sogar zu Preisschwächen.

Als Begründung wird im Markt genannt, dass die Weltversorgung mit Getreide, und insbesondere mit Weizen, immer noch sehr gut ausfällt. Die Weltweizenbilanz stellt sich überschüssig dar, einer Produktion von 771,5 Mio. t soll nach Zahlen des USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) ein Verbrauch von 756 Mio. t gegenüber stehen. Die Bestände zum 30.06.2020 sollen auf 287 Mio. t anwachsen. Auch die von der Kommission in den letzten Tagen präsentierte Getreidebilanz der EU-28 zeigt sich solide, obwohl einige Mitgliedsstaaten im Süden ebenfalls mit den Folgen der Trockenheit zu kämpfen hatten. Mit 310,2 Mio. t Erntemenge, davon 149,7 Mio. t Weizen, erreicht die EU einen Getreide-Selbstversorgungsgrad von 107 %. Bei Weizen sollen es sogar 120 % sein. Das schafft Luft sowohl für Exporte als auch für einen Aufbau der Bestände. Aber gerade der Export läuft nur mühsam an und begrenzt damit den Weg für Preise und Kurse nach oben. Denn unsere direkten Nachbarn im Osten, allen voran Russland, blicken auch auf eine ganz gute Ernte und bemühen sich, diese zeitnah über das Schwarze Meer zu exportieren.

Aktuell, im Erntedruck, stehen nach Meinung verschiedener Experten die Chancen auf sich erholende Preise weniger gut. Befürchtungen, dass es noch deutlich tiefer gehen könnte werden als wenig wahrscheinlich eingeschätzt. Insofern könnte 2019 ein klassisches Vermarktungsjahr aus dem Lager werden, in der Hoffnung dass die Preise zum 4. Quartal anziehen. Ganz von der Hand zu weisen ist dies nicht. Denn noch liegen nicht alle Zahlen auf dem Tisch.

© Schmid,  LEL Schwäbsich Gmünd

Stand: 31.07.2019

Bestellen Sie hier unseren KOSTENLOSEN NEWSLETTER

6 mal im Jahr informiert über aktuelle Entwicklungen auf  landwirtschaftlichen Märkten.

AGRARMÄRKTE 2019

Kapitel 2 Getreide

Text

Folien

Jahresheft Getreide

Das Jahresheft Getreide 2008/09 erhalten Sie hier.

Fußleiste