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Grundlagen Elektrozaun
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Autor: Dr. Thomas Jilg
In § 833 des Bürgerlichen Gesetzbuchs wird die Haftung des Tierhalters und in § 834 die Haftung des Tieraufsehers für Schäden durch Tiere geregelt. Während der Hobbytierhalter in allen Schadensfällen haftet, haftet der Halter oder Betreuer, der Tiere zum Erwerb hält, nur dann, wenn die Beaufsichtigung der Tiere nicht mit "der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt " erfolgt. Diese Sorgfaltspflicht gilt natürlich auch für den Weidewirt. Das heißt, daß Einzäunungen so gestaltet werden müssen, daß die Hütesicherheit gewährleistet ist.
Die bisherige Rechtssprechung (OLG Hamm, Urteil vom 12.November 1996 Az. 27 U83/96) geht davon aus, daß ein 1 m hoher Zaun mit 3 Stacheldrähten genügend ausbruchsicher ist.
Ausbrüche aus Weiden sind in der Regel Folgen des Erkundungsverhaltens oder des Fluchtverhaltens. Die Erkundung von visuellen Reizen, Hörreizen und Geruchsreizen, die wegen Hindernissen (z.B. Gehölze, Dämme) nicht identifiziert werden können, kann die Tiere zum Ausbruch verleiten. Genauso können Tiere durch Überreizung (Lärm, Unbekanntes) zur Flucht veranlaßt werden.
Am stärksten ausbruchgefährdet sind Weiden an stark befahrenen Straßen, Autobahnen, Bahnlinien. In diesen Situationen sind die höchsten Ansprüche an den Zaun zu stellen.
In abgelegenen Weidegebieten und in Hofnähe können die Zäune etwas einfacher gestaltet werden.
Technische Vorschriften
Inzwischen sind elastische Elektrozaunsysteme im Einsatz. Für die Installation und den Betrieb von Elektrozäunen gibt es Vorschriften, die in VDE-Richtlinien festgelegt sind ( Tabelle1 ).
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Tabelle 1: Technische Vorschriften Vorschriften zur Installation und zum Betrieb von Elektrozaunanlagen |
VDE 0667 (EN61011) betreffend Sicherheit von Mensch und Tier bei Elektrozaungeräten:
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VDE 0667 (EN 61011) und VDE 0131 betreffend Errichtung und Betrieb von
Elektrozaunanlagen:
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Elektrozaunanlagen haben eine sehr gute Hütesicherheit, wenn sie dauerhaft funktionieren. Seit langem sind Geräte auf dem Markt, die auch bei Bewuchs eine ausreichende Impulsenergie in Form eines Stromschlages auf das Tier ausüben. |
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Elektrozaunanlagen müssen laufend, das heißt täglich, auf ihre Betriebssicherheit überprüft werden. Zu den Arbeiten im Frühjahr gehört das Auswechseln von kaputten Pfählen und das Nachspannen der Drähte. |
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Am ersten Weidetag ist die Herde aufmerksam zu beobachten. Während der Weidesaison sollten möglichst keine neuen Tiere in die Herde eingegliedert werden. Rangordungskämpfe mit neuhinzugetretenen Tieren sind zu beobachten. |
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Ausbrecher sind auszusondern. |
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Es ist ausreichend Futter zuzuteilen und Wasser bereitzustellen, denn eine gute Weide ist der beste Zaun! |
DLG (1994): Geräte für die Weidewirtschaft. DLG-Prüfberichte.
Heider, J.(1995): Sichere Weidezäune. Bad. Landw. Wochenblatt, 10/11.3.1995.
Jilg, T. (1995): Gut behütet mit Elektrozaun. Rheinische Bauernzeitung 49(20): 16-19.
Jilg, T. (1996): Jede Kuh braucht Wasser. Veredlungsreport Schw. Bauer Nr 8/1996.
Herkert, G. (1999): Insultimber Zaunbau. Seminarunterlagen Allié Agrartechnik.
Firmenprospekte: Firma Allié Agrartechnik, Firma Horizont agrar.